+++ dies ist die online-Tagebuch-Dokumentation eines Schüleraustausches der Beruflichen Schule "Simonyi Karoly" in Pécs/Ungarn und der Gewerblichen Schule Backnang +++ Die Reise nach Ungarn fand vom 17. bis 25. Mai 2007 statt, der Besuch der ungarischen SchülerInnen vom 24. Juni bis 30. Juni 2007 +++ Anregungen, Beiträge und Infos nehmen wir gerne unter pecs.2007@gmx.eu an +++ das blog ist optimiert auf mozilla firefox +++

Donnerstag, 24. Mai 2007

Terror-Museum

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Zur Geschichte des Hauses lesen wir auf den Seiten des Museums:

>> Der Häuserblock, in dem sich die Andrássy-Straße Nr. 60 befindet, wurde im Jahre 1880 nach den Plänen des Architekten Adolf Feszty ursprünglich als Wohnblock erbaut. Die äußere Erscheinung dieses klassizistischen, im Renaissance-Stil erbauten Gebäudes an der Ecke Andrássy - Csengery Straße hat sich über Jahrzehnte nicht verändert. Umso mehr ihre Bewohner.

Bis zum Jahr 1936 gehörte das Gebäude der Familie Perlmutter.

Mit Beginn des Jahres 1937 mietete die ungarische ultra-rechte "Pfeilkreuz" - Partei mehr und mehr Räume an. Im Jahr 1940 übernahmen sie Besitz vom gesamten Gebäude und richteten hier ihr Hauptquartier ein. Der Parteivorsitzende Ferenc Szálasi gab dem Gebäude den Namen "Haus der Treue". Ab dem Herbst 1944, als in Ungarn die Nazis an die Macht kamen, wurde das Untergeschoss des Gebäudes als Gefängnis genutzt.

Nachdem sich Budapest von der deutschen Herrschaft befreit hatte und gleich anschließend von den Soviets besetzt wurde, beanspruchte die kommunistische Politische Polizei das Gebäude für ihre Zwecke. Im Februar 1945 wurde ein Gefängnis-Labyrinth eingerichtet, wobei mehrere Keller des Blocks miteinander verbunden wurden. Die "Staatssicherheit" hielt den Komplex bis zum Jahr 1956.

Danach wurde das Gebäude renoviert, die Spuren seiner Vergangenheit beseitigt. Die Andrassy-Straße Nr. 60 wandelte sich zum Hauptsitz verschiedener Firmen und Verwaltungen. In den 1970ern wurde das Untergeschoss. wo hunderte, möglicherweise tausende von Menschen gefoltert worden waren, als Club der "Kommunistischen Jugend" genutzt. <<

Seit 2000 befindet sich hier das seit 2002 fertig gestellte Museum, welches uns in hautnahen Installationen und zahllosen Fotos, Filmsequenzen, Tonaufnahmen und Berichten über die leidvolle Geschichte Ungarns unter den beiden Nazi- und Sowjet-Diktaturen, erzählte.

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